Ragnarök-fronter
Ragnaröck 2014
18. Mai 2014
Ragnarök-fronter
ragnaröck2015flyer

Am 10. und 11. April wurde es wiedermal laut um die Stadthalle Lichtenfels. Das Ragnarökfestival fand statt und hatte somit wiedermal die Ehre das Festivalsaison zu eröffnen.

Das Gelände rund um die Stadthalle war wie in Jahren davor gestalltet. Merchzelt draussen zwischen Kassencontainer und Kaffeebude. Daneben Catering mit warmen Speisen und der Stand mit Knobibrot.

Die Festivalshirts gabs wie gewohnt drinnen in der kleinen Halle, wo es auch die Shirts der Festivalband gab. OK – soweit alles beim Alten.
In der Halle wie gewohnt – 2 Bühnen nebeneinander – Getränkeausgabe links neben den Bühnen sowie hinter dem Mischpult und Metstand, der, meiner Meinung nach, wiedermal nicht so recht zur Geltung kam.

Pünktlich 15.00 Uhr wurde dann auch den gierigen Fans die Türen in die Halle geöffnet und DELIRIUM aus Franken durften das Ragnarök 2015 eröffnen. Opener zu sein ist eigentlich fast immer mit technischen Problemen behaftet, doch diesmal scheint mal alles zu klappen. Vom Sound her OK. Und man mag es nicht glauben die Jungs sind recht gut angesagt.
BIFRÖST machen den folklastigen Anschluss gefolgt von NOTHGARD, wobei die Halle sichtlich gut gefüllt ist. Nothgard ausser „Age of Pandora“ auch das „Ragnaök“ passend im Gepäck, und gaben dies auch mal gleich an die Fans weiter.
Bis jetzt guter Auftakt in der Stadthalle.

BÖLZER – 2 Schweizer mit jede Menge Krach, ohne Schuhe, wenig Licht aber Nebel, der für die gesamte Fläche der Mainwiesen reichen würde.

GERNOTSHAGEN wären zwar dann an der Reihe gewesen, aber aber aber … Zum ersten Mal in 16 Jahren wurde aus gesundheitlichen Gründen der Auftritt beim Ragnarök abgesagt.
OK – Im Gesichtsbuch stand die Meldung schon seit mittags drin, aber eine offizielle Bekanntgabe des Veranstallters wäre sinnvoll gewesen. Man hätte die Spielzeit der anderen Bands verlängern können oder einer anderen Band aus der Region noch kurzzeitig ne Chance geben können. Alles wäre besser gewesen als ne 3/4 Stunde rum zusitzen.

Die FINSTERFÖRSTER aus dem Schwarzwald haben dann die ehrenvolle Aufgabe die teilweise enttäuschten Fans wieder in Feierlaune zubringen. Dies gelingt den Paganmetallern sichtlich.
Nächstes „Highlight“ wäre dann EQUILIBRIUM gewesen. Wäre!!! Der Sound absolut bescheiden gemischt, der Soundcheck von Behemoth störte noch dazu. Mir kommt es so vor als ob Robse den Auftritt nur noch schnell hinter sich bringen möchte. Vielleicht auch angepisst von den Zuständen beim Sound und auf der Nachbarbühne.

Apropos BEHEMOTH. Die sind dann auf der linken Bühne Nachfolger. Schon beim Soundcheck gabs Probleme mit den Monitoren, wodurch sich der Rest stark nach hinten verschob. Der Auftritt von Behemoth selbst war professionell. „Blow your tompet … “ als Opener ihrer Show mit CO2 Kanonen und ein bischen Feuer. Bis jetzt beste Show.

Für reichlich Diskusion sorgte NARGAROTH ja schon im Vorfeld. Für und Wider lieferten sich ein Wettrennen, wobei keine wirklich starken Argumente gegen einen Auftritt anzutreffen waren. Frag mich echt was solche sinnfreien Diskusionen im Vorfeld auch bringen sollen. Das Ragnarök war bis jetzt immer ein Festival, wo sich Pagan – , Folk – und eben auch Blackmetal die Klinke in die Hand geben. Mit dem Ertönen des Herbstleydintro gings dann auch schon los. 5 mit Sturmhauben gekleidete Personen standen auf der Bühne, ein Feuerspucker und „Ash“ betritt mit einer Leuchtfackel die Bühne.
Mit „Black Metal ist Krieg“ und berechtigt gezeigten Mittelfinger Richtung Becherwerfer beginnt das Blackmetalfeuer durch die Stadthalle zufegen. „Sommer“, „The Day Burzum killed Mayhem“, „Mother North“, „Possessed by Black Fucking Metal“ und „Seven Tears Are Flowing to the River “ komlettieren die Setlist von Nargaroth. Mit einer Verbeugung vor den Fans, die doch entgegen der im Vorfeld verbreiteten Negativstimmung zahlreich den Auftritt verfolgten und headbangten, verlässt „Ash“ die Bühne, während die letzten Akkorde von „Seven Tears Are Flowing to the River “ erklingen. Für mich ein glattes PLUS.

Ende Tag 1 – für mich zu mindest.

Samstag – Tag 2 Ragnarökfestival,

verpennt wie immer verpasse ich die ersten Bands EWIGES FRISTEN, KAIN, CRYPTIC FOREST und LUX DIVINA.
Daheimschläfer wie immer zum Ragnarök.
BORNHOLM sind dann die ersten, die ich mit der Kamera und meinen Ohren einfange. Kenne ich ja schon und habe sie auch auf irgeneinem Festival schonmal gesehen. Pagan/Blackmetalmischung die ankommt.
Fast schon zum Ragnarökinventar dürften die Nachfolger OBSCURITY zählen. Kommt mir vor als ob die Bergischen Löwen jedes Jahr auf ihrer Wanderung durch Lichtenfels ziehen – wie die Gnu’s in Afrika halt. Egal sie sind beliebeter den je. „Wer Wind säht…“, „Bergischer Hammer“ und „Tenkterer“ sind nur ein paar der wiedergegeben Songs.
SKYFORGER sind ja nun auch keinen unbeschriebenen Blätter mehr in der Metalszene, was wohl auch dazu geführt hat, dass sie schon desöfteren beim Ragnarök dabei sein dürfen. Den Letten gelingt es da anzuknüpfen wo Obscutity aufhörten. Das spieglet sich auch bei den Fans wider.
„Der Weg einer Freiheit“ ist der Zeitpunkt, den Weg zum Imbiss anzutreten. Hunger und keine Zeit.
Da ich GRAVEWORM nicht verpassen wollte, hing mir das Steak noch halb im Hals, als ich in den Fotograben ging. Letzes Jahr leider ausgefallen mussten sie dieses Jahr ihr Versprechen einlösen. Neben den Hauptacts des Vorabends, das erste wirkliche Highlight des Samstags und für mich das Ende des Ragnaröks.
Den Rest des Abends darf ich jetzt auf der Couch verbringen, um meine Wirbelsäule mit Voltaren und Kirschkernkissen wieder in Gang zu bekommen. Irgendwie habe ich mir bei Graveworm einen Nerv eingeklemmt. Sch….

Zum Fazit des diesjährigem Ragnarök,

1. Verpflegung (Preis/Leistung) hat sich gebessert,
2. Getränkepreise sind gleich geblieben,
3. Sound krottenschlecht – Plötlich zuschaltende Boxen im Set, teilweise war die Musik nur von den Monitoren auf der Bühne zu hören. ,
4. Licht – Ragnarök halt :( !

Plus und Minus geben sich die Waage. Bis zum 1. und 2. April 2016 – dies ist kein Aprilscherz sondern der Termin für nächste Ragnarök.
Bitte mit Hammer und Meisel ins Gehirn schlagen.