Ragnarök-fronter
Ragnaröck 2013
17. Mai 2013
Ragnarök-fronter
Ragnaröck 2015
18. Mai 2015
Ragnarök-fronter
ragnaröck-flyer2014

Es ist wie fast jedes Jahr, zumindest die Anreise. Ankunft in Lichtenfels und da mir das Parkplatzproblem ja schon aus den Vorjahren bekannt ist, steuern wir gleich mal den LIDL-Parkplatz an. Noch Platz – und gleich mal das Zischen der Bierdose meines Vertrauens, gehts dann auch schon zur Stadthalle. Dieses Jahr ohne Pelzmantel, den das Wetter war hervorragend. Karten/Pässe holen und rein in ein hoffentlich schönes Metalwochenende. In der Halle waren wie im Jahr zuvor 2 Bühnen nebeneinander aufgebaut. Zu meinem Erstaunen war auch schon richtig gut was los.

CREATUREKRAMPUS bekomme ich aber nur noch am Rande mit. Dafür war ich aber dann bei CREATURE bereit für die erste Band. Ganze 5 Lieder hatten auf der Setlist platz um 40 Minuten zu füllen. Mit Keines Herren Knecht, Der Letzte Krieger, Genesis, Flammenhunger, und Zenit wurden Stücke aus 3 Alben wiedergegeben.

INGRIMM setzten dann auf der benachbarten Bühne fort. Deutscher Mittelalter-Metal sollte auf so einem Festival ja auch nicht fehlen. Tempus Fugit, INGRIMMCarpe Diem, Skuntrinka und noch ein paar mehr sorgten auch hier wieder für Feierlaune. Wobei der Sound insgesamt zu wünschen übrig lies. Ingrimm haben jedenfalls das beste daraus gemacht. Bei den Fans kam es jedenfalls gut an, was sich an eine gut gefüllten Halle widerspiegelte.

Nach Ingrimm kam für mich das erste Highlight des Freitags. Die Division 13 13 , MINAS MORGUL, hatten ihren Auftritt. Meister des Blutes, Leben, Scherben, Im Krieg, Wir, Rasse Mensch, Ära war die Setlist. Die Stimmung in der Halle war jetzt so richtig gut angeheizt. Das konnten auch die technischen Probleme, die zum Fehlen einer Gitarre führten, nicht ändern. Kennt man doch die Lieder der Band. Leider hätte man die Setlist noch erweitern können, gab es ja schlieslich ein Loch von 45 Minuten, bedingt durch den bedauerlichen Ausfall vom Graveworm, zu stopfen.

Ich mache jetzt eine „etwas“ grössere Pause, lasse FÄULNIS und EiS einfach mal aus, und schlendere mal durch Merchzelt und esse was. Bei ARKONA gings dann für mich weiter. Die Halle war jetzt knacke voll. Beste Vorraussetzungen für einen saugeilen Auftritt, der aus Russland stammenden Paganmetaller. Und die Fans wurden nicht enttäuscht. Hier mal die Setlist von Arkona: Jaw Goi, Rode, Goi Serbia Zakliatie Na Strazhe Novyh Let Slavia Rus Maslenitsa Stenka na Stenku Yarilo Saugeiler Auftritt! Saugeile Stimmung in der ganzen Halle. Arkona war das zweite Highlight des Abends! BORKNAGAR, norwegischer Blackmetal, folgte nach Arkona. zog jedoch die Fans nicht so in den Bann wie die Russen. Auch wenn es sich gut anhörte. Das letzte was ich mir an diesen Freitag noch anschaute war der Headliner des Abends.

FINNTROLLFINNTROLL – von Finnland mit geschmuggelter Folkmetal vom Feinsten! Volle Halle, Fans in absoluter Feierlaune. Schöner Auftritt. Hier die Setlist: Ett Folk Förbannat Mordminnen Slaget Vid Blodsälv Blodsvept Under Bergets Rot Svartberg När Jättar Marschera Nattfödd Skogsdotter Häxbrygd Skövlarens Död Jaktens Tid Trollhammeren Solsagan. KAMPFAR schaute ich mir nicht mehr an, da mir die Arbeit ja noch in den Knochen steckte.

Am Samstag ging`s für mich ab ABDORNED BROOD los. Die Halle war zu diesem Zeitpunkt schon voll. Was der Band auch zu Gute kam. Hammerfeste, Call of the Wind und Kuningaz sind ein kleiner Auszug aus der Setlist, welche bei den Fans voll einschlug.

Diese Stimmung wurde zur linken Bühne, so zusagen, hinüber geschoben, denn dort war alles für XIV DARK CENTURIES vorbereitet.XIV Dark Centuries Schon das Intro wurde durch eine extravagante Showeinlage ein wahres Erlebnis. Kamen doch erstmal 4 Krieger auf die Bühne. Beeindruckendes Bild. Und in den Liedern wurden dann Showkämpfe vorgeführt. Sicherlich auch eine Art den Auftritt in die Länge zu ziehen, aber ich muss sagen das kommt an. Schlachtgesang, Runibergun, Zeit der Rache und mehr hatten die Thüringer im Gepäck dabei. Geile Show, welche bei den Fans sehr gut ankam. Glattes Plus von meiner Seite.

FINSTERFORST sprangen auf das nicht untergehende Schiff der gutgelaunten Fans auf, und auch die Schwarzwälder könnten das Feuer der Begeisterung am brennen halten. Bis jetzt Wahnsinnsstimmung. Ich weis auch nicht, aber diesmal hat Ivo Raab die Mischung exzellent so verteilt, dass am Samstag nur noch gefeiert wird. Apropos Ivo Raab – FJOERGYN stehen als nächstes auf der Bühne. Das Ivo und Fjoergyn sehr gut befreundet sind, wissen ja die meisten Ragnarökbesucher, aber, dass Ivo jetzt mit ihnen durch das Musikjahr 2014 geht noch nicht. Die Growls, die Ivo mit einbringt, sind eine absolute Bereicherung für die Band.

STORMLORD sind als nächstes dran und nach schöner Introshow gehts auch schon mit einer Mischung aus Power – und Blackmetal richtig zur Sache. Auch die Italiener hatten für ihren Auftritt beim 11. Ragnarök die vollste Unterstützung der Fans, was der Stimmung in der Halle sehr gut tat.

TROLLFESTGute Laune und immer wieder etwas Neues, steht TROLLFEST wahrscheinlich auf die Stirn geschrieben. Jedenfalls haben die norwegischen Blödeltrolle immer eine Überraschung im Gepäck. Diesmal zum Beispiel einen „Abbath“-Verschnitt und eine, naja mehr oder weniger, gut aussehende „Stripperin“. Wobei letzteres wohl mehr der Belustigung diente. Saugeil war auch das zusammentreffen aller bisherigen Bands des Abends beim letzten Lied, was natürlich nur „Helvetes Hunden GARM“ sein konnte. Das Lied ist einfach nur immer wieder der Bringer und ein absoluter Ohrwurm.

Ihr 10`jähriges Bestehen wollten AGRYPNIE eigentlich richtig schön feiern, doch wie es der Zufall will, gab es schon beim Intro Schwierigkeiten. Geht,AGRYPNIE geht nicht. Dann ohne Intro. Jetzt geht`s doch. Ziemlich angepisst legten sie dann doch mit Intro los. So ist es nunmal bei Liveshows, zumal der Sound wie schon am Freitag ziemlich bescheiden war. Da muss unbedingt was gemacht werdem.

IMPERIUM DEKADENZ und Agrypnie sorgten zusammen endlich wiedermal für die Abwechslung und für schönen Blackmetal. Düster und melodisch und doch die nötige Härte, so wie er sein soll.

MANEGARM lasse ich aus. Pause, Hunger, Durst!

SATYRICONDer diesjährige Headliner des Ragnarökfestivals war SATYRICON. Das norwegische Duo hatten das, was an diesem Wochenende wohl keiner so wirklich hatte. Den besten Sound, den man in der Stadthalle erreichen konnte. Dafür von mir ein glattes Plus und von den Fans absolut geilen Support. Die Setlist war für 1h15m gut bestückt: Voice of Shadow Hvite Krists Dod Black Crow On A Tombstone Our World, It Rumbles Tonight Nocturnal Flare Forhekset Necrohaven The Infinity of Time and Space The Pentagram Burns Fuel For Hatred Mother North K.I.N.G.

TODTGELICHTER aus Hamburg sind die letzte Band die ich mir an diesem schönen Wochende anschauen wollte. Überzeugen mich aber nicht wirklich. Also Feierabend!

Positiv – werte ich die Running Order und das Billing welches eine sehr gute Mischung und somit Abwechslung brachte. Merchzelt mit vielen Ständen. So soll es sein.

Negativ – werte ich den Sound und das Essen. Warum mache ich das Essen schlecht? Weil es schlecht war – bis auf die Pizza. Ein Steak das nichtmal so gross ist, dass man es in einer Kaisersemmel suchen muss und dazu noch so lang in der Pfanne liegt und austrocknet, also maximal zum Würzfleisch taugt, darf keine 4,50€ kosten, sondern wandert in die Tonne! Nicht verkaufsfähig! 2. Versuch war die Currywurst. Pommes und Wurst waren kalt! Wenn man sowas bei einer Abschlussprüfung zum Koch serviert, wird sowas als nicht verkaufsfähig eingestuft und man fällt durch! Der Stand wo es Steaks und Würstchen gab hat es maßlos übertrieben! Keine Qualität und vollkommen überzogene Preise! Der Kaffee war gut, aber ebenfalls zu teuer. 3,50€ der Pott machen nicht durch das Koffein wach, sondern durch den Preis! Einzig die Pizza und das Knobibrot waren ihr Geld wert. Fazit – Geile Musik mit viel Abwechslung lediglich am Sound MUSS nächstes Jahr gefeilt werden!Das Essen schlecht und zu teuer. Geiles Wochenende lieber Ivo. Mach weiter so! RAGNARÖK 12 findet von 10. bis 11. April 2015 statt, und die ersten bestädigten Bands sind Graveworm und Suidakra. Gute Aussichten! Bis zum 12. Man sieht sich.