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Party San 2012
21. August 2012
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Party San 2014
21. August 2014
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Schafft man es doch immer wieder Kapellen auf´s Billing zu holen, bei denen man einfach nicht nein sagen kann, bzw bei denen es um so mehr Vorfreude bereitet, wieder nach Obermehler in Schlotheim zu kommen. So auch dieses Jahr, allzeit bereit. Fröhnen wir der geschmackvollen Musik und gutem Esen und thüringischem Bier. Der Wetter-Satan hat ganze Arbeit geleistet, nicht zu kühl und auch nicht nass, obwohl den hier eingefleischten Fans auch aeine Portion Regen nichts anhaben kann. Das wurde in der Vergnagenheit ja mehrfach unter Beweis gestellt. Bereits zum dritten Mal dient das gute alte russische Militärgelände mit seinem Flugplatz also absolutes TopGelände für das Party San. Überscihtlicher Campingground und die idealen Landebahnen bringen die Besucher relaxet zum und vom Festivalgelände. Man ist dieses Jahr der Meinung, die 10tausender Grenze gesprengt zu haben, kam uns allerdings so nicht vor. Zumal dieses etablierte OpenAir sich immer gerne „klein gehalten“ hat, um eben nicht mit dem Strom zuschwimmen. Die Metalheads haben auf dem Gelände ordentlich Platz, nichts wirkt überfüllt, man fühlt sich eben zuhause !

So dann, den Teppich ausgerollt, Sofa raus und den Zapfhahn angeschlagen ! Die Anreise am Donnerstag Mittag hat sich bewährt, zumal das Program ja auch bereits 16:30 startet, bleibt im Vorfeld somit genug Zeit thüringischen Kulturgut zu pflegen. Original Bratwurst heisst das Stichwort und Schmitt´s Bier aus Singen ! So viel Zeit und Mühe muss sein.

Auf einem Bein steht´s sich schlecht, also geniessen wir noch paar Gläser Bier und wackeln pünktlich zu BOMBS OF HADES, dem diesjährigen Eröffnungsslot zur Stage. DeathMetal mit Crustelementen, so die zu bezeichnenden Richtung, die die Herren aus Schweden eingeschlagen haben. Auch schon gute 10 Jahre aktiv, kann man die Combo als stage-sicher bezeichnen. Allerdings nützt das wenig, wen der Soundmann im Turm noch schläft oder nicht weiß, was er da an der Digitalkonsole tut. Fürchterlich scheppert es aus Tops. König der Höhen und Mitten ? Dies macht den Opnerer völlig kaputt. Abgehakt !

Besserung ist in Sicht, zwar nicht der perfekte Sound (man kennt ja die Spielchen mit den Abmachungen zur Soundsteigerung für die späteren Bands), aber steigerungsfähig. Zum zweiten Mal geben sich FARSOT aus Gotha die Ehre, uns mit ihrem avandgardistischen und teilweise progressiven Soundgewändern, die sich auch gerne vom traditionellen BlackMetal wegbewegen, zu beglücken. Mit Stücke aus dem Album „IIII“ zeigten sie bereits 2008 auf dem PSOA, das in Ihnen mehr als nur Schema „F“ des BlackMetals steckt. So auch die Fortführung auf „Insects“, zwar nicht mehr ganz so düster, aber nach wie vor interessant.

Oh, dritter Slot und schon CorpsePainting ? Na endlich. Die dänischen DENIAL OF GOD betreten die Bühne. Die Darbietung klingt wie eine Mischung aus Mercyful Hate und BlackMetal der alten Schule, dazu HeavyMetal Einflüsse. Ist leider nicht ganz so mein Fall, aber den Anwesenden gefällts. Somit hat auch diese Kapelle seine diesjährige Daseinsberechtigung. Zeit für einen ersten Fressflash, somit ab übers Gelände…

Zeit für die Exoten der 2013er Ausgabe. Was sonst der isländischen Formation Solstafir zugeprochen wird, ist dieses Jahr der Post-Metal Band ALCEST ihre Sache. Dir Franzosen sind in der Tat die ruhigste Band des Billings, allerdings ist auch solch eine Geschichte eine gekonnte Abwechslung zu den noch folgenden Akteuren des Abends. Mittlerweile verziehen sich die Wolken teilweise, Sonne kommt durch und die getragenden Melodie-Bögen entfalten wirklich Ihre Wirkung. Der Sound ist differenziert und klar, man hört wirklich gut die feinen Nuanzen der Gitarren raus. Gekonnte Abwechslung, konnte man sich mal antun.

Die Träumereien werden nun beseitigt, DESTRÖYER 666 geben sich die Ehre, um nun wieder etwas flotter zu Gange zu treten. Die 1994 in Australien gegründeten Formation, wechselte später in die Niederlanden. Egal. Jetzt sind sie hier und geben ihr Trash StellDichEin. Ohne Kompromisse, ungezügelt und wunderschön rauh, prasselt die Setlist auf uns ein. Die Meute vor der Bühne ist zum ersten Mal in wirklicher Extase und Aktion zu erleben. Der Song „Black Magic“ wird dem leider verstorbenen Jeff von Slayer gewidmet. Das kommt gut an und wird extra von der Audience belohnt. Hier paaren sich wirklich die Neckbreaker-Trash-Attacken aneinander. Sehr gelungener Auftritt !

Auf den nächsten Act bin ich schon gespannt, Nattefrost und seine Mannen von CARPATHIAN FOREST stehen für wirklich qualitativen BlackMetal made from Norway, der LIVE und auf Platte bis in die Magengegend vordringt ! So auch heute Abend. Die Wut strotzt den Mannen förmlich nur so raus, dazu ein bombastischer Sound, der sogar richtig wuchtig klingt und somit auch die Herrscharen für der Bühne in Wallung bringt. Mann stichelt sich richtig gegeneinader auf, um noch mehr Energie freisetzen zu können. Ich betrachte das vom Mischpultturm aus und bin sehr angetan von der Performance. Somit ein dicke Plus nach Norwegen. Die Messlatte sitzt hoch liebe nachfolgenden Schwarzmetaller !

Back to the Trash, back to Netherlands. LEGION OF THE DAMNED sind ja längst keine Unbekannten mehr und auch gerne gesehene Co-Headliner auf vielen Festivals. Liegt wohl daran, das sie ihr Handwerk verstehen und so ungezügelt den DeathTrash zum besten geben, der auch gewünscht ist. Alles geht routiniert von der Hand, Sound top, ist klar, Licht passt, Flammen schiessen ständig in die Höhe, und der großteil der Fans, auch wenn schon gut benebelt, mobilisieren ihre fast letzten Kräfte, um wohlwissentlich am Morgen mit Nackschmerzen aufzuwachen, für ordentlichen Handbanging. Hier gibt es kein Gefrickel und Kinnladenrunterklappendes Gestiere weil Komplex komplex komplex (sowas kann man Nachmittags machen, sondern einfach nur tightes Zusammenspiel des Vierers auf Guten Niveau.

Die im Vorfeld sehr kontrovers diskutierte Band HEAVEN SHALL BURN nehmen die Position des HEADLINERS ein. Vielen fragten sich, gerechtfertigt oder nicht, passend auf dem PSOA oder nicht, entschied man sich als Organisator aber dazu und wich auch nicht von der Meinung ab, hier etwas zu ändern. Die Entscheidung liegt auf jedem seiner eigenen Hand. Anschauen oder Bier trinken gehen. Freie Wahl für freie Metaller. Mag man sich mit Stilrichtung nicht anfreunden können, warum auch immer, stellt HSB trotzdem ganz klar zu Sache, das sie trotzdem Headliner würdig sind, denn so sieht Professionalität aus, energiegeladene Show, gepaart mit neverending Spielfreude der Herren, Aggro-Level, Super Sound. Kann man nicht von der Hand weisen.

Somit endet der erste Tag, das Gleichgewicht ist eh hinüber, aber zum Broiler-Stand schafft man es allemal noch, um nen Gummiadler reinzuleiern, zwar nicht so schnell und effektiv wie damals Shane Embury von Napalm Detah das tat (was für eine Monsteraktion), aber fast so gut. Das T-Shirt schön vollgesaut, noch ein halbes Bier reingeqäult, der Rest wir eh verschüttet, auf zum Nachlager, wenn mans denn findet….

Was wäre der Freitag Mittag ohne eine entsprechende Portion Witz und Amusement. Man ist sich seit den letzten Jahren einig, das der beste Einstieg am 2. Tag mit einer Portion Grind mit gepitchten Vocals beginnen sollte. Somit lud man die Tschechen GUTALAX einfach ein und bekam genau das, was mach gebucht hatte. „GrandPrix der Fekalie“, passendes Outfit der Jungs mit Ganzkörperkondomen im dezenten Braun verschmiert und reichlich Utensileien für die WC Hygiene. Ja auch solche Combos haben ihre Daseinsberechtigung. „Anal Error“, „Licking the Ass of a Magical Grandpa“ oder Smashhits like „Collective Shit in the Mourning Sunrise“ oder „Robocock“ zeigen deutlich wo lyrisch der Hammer bzw die Klobürste hängt. Absolut sinnfrei das ganze, aber amüsant.

Die nächste Sparte Grind scheint hier wesentlich tiefgründiger zu sein, das steht fest. Powerviolence meets Grind, die Highspeedfanatiker aus Brooklyn zigen deutlich ihre Herkunft und Einflüsse, die mit Siege oder Napalm Death eindeutlich gesteckt sind. MAGRUDERGRIND stehen für Kompromislosigkeit und Ehrlichkeit für das was sie tun. Und sie tun es gut, diese herrlichen Schreiattacken und Gestikulation des Frontmannes Avi hat schon was. Der Einsatzes eines Bassisten ist überflüssig, man benötigt nur Gitarre und Drums, diese sind brachial und fett und zeigen das es auch mit minimalistischer Bestzung funktionieren kann.

DR. LIVING DEAD, Crossover Party Band aus Stockholm könnte man so bezeichnen: „How will I laught tomorrow…“ Na ihr wisst schon. Irgendwie sieht man hier viele Parallelen aus dem 80er Zeitalter, als Suicidal Tendencies die Bühnen zum wippen brachte. Sehr agil bewegt man sich auf der Stage, das fällt auf und lockt mehr und mehr Besucher bis nach vorne.

Mit GRAVEYARD hingegen beweist man wieder einaml mehr ein gutes Händchen für Todesblei mit BangingFaktor. Da die Spanier mittlerweile bei War Anthems Records angekommen sind, ist es natürlich logisch den „Friedhöflern“ eine Plattform zu geben. Diese wird auch gnadenlos und enthusiastisch augenutzt. Man zeigt was man hat und was man kann und das braucht sich nicht verstecken.

Auszeit, den COFFINS wohnen wir leider nicht bei. Warum ? Na was wohl, Fressen und Saufen, wir sind ja nicht zum Spass hier, Leute das hier ist harte Arbeit. Wärend Ihr, liebe Festival Besucher, nüchtern mit Eurer Cola vor der Bühne steht und alles fotographisch und gehirntechnisch dokumentiert, müssen wir von den WebMagazinen stets und atändig besoffen sein, um unserem guten Ruf nachzukommen. Oder war das andersherum? Mmmhh

Auf jeden Fall geht es kontrovers weiter. Was erwartet man im Vorfeld von SHINING ? Auf jeden Fall einen in Szene gesetzten Nikolaus Kvarforth. Wäre er nicht so ein begnadeter Musiker und Sänger und seine Mitstreiter ebenso talentierte Klangerzeuger, wäre seine Show nur noch peinlich. Man kann es des Schweden nicht abstreiten, das sie live und auf Platte eben grandios ihren Stil verfolgen, gleichzeitig brechen und wieder neu erfinden. Musikalisch auf hohen Level, ebenso brav zeigen sich die Gitarristen und Bassist auf der Bühne, einfach so wie es soll, ein bisschen mehr StageActing hätte es schon sein können. Schwamm drüber. Kein Schwamm hilft beim Nikolaus, anstatt den Whiskey (naja Jacky halt) zu trinken, wird er über sämtliche Fotografen gespuckt. Sieht sehr evil und mächtig aus Niki ! Diese Art von Selbstdarstellung auf Kasperniveau, macht leider die Arbeit der anderen 4 etwas schäbbig. Die zelebrierten Songs wurden exzellent gezockt und natürlich auch gut gesungen, das kann man nicht abstreiten, allerdings werde ich es in Zukunft bevorzugen, SHINING nur noch akkustich ohne Visualisierung zu geniessen. Ja Kunst ist Kunst ist Kunst.

Was wäre ein PSOA ohne Martin van Drunen ? Keins, würde ich sagen. Wäre er nicht hier, wäre er wohl tot, andere Ausreden würden nicht zählen. Und wie kann es anders sein, natürlich gut gelaunt wie eh und je. Diesmal an Board aber weder Asphyx, noch Hail Of Bullets, sondern eine All Star Formation, naja zu 80% doch wieder Asphyx. GRAND SUPREME BLOODCOURT spielen eine Art, was soll man sagen. sie spielen Asphyx. Für mich entzieht sich der Sinn ein wenig, extra eine neue Band zu erschaffen, die dann doch nicht eigenständig genug klingt um als GSB durchzugehen, sondern nur nachdem beurteilt zu werden, was mit „The Rack“ zu vergleichen ist. Masse statt Klasse ? Sorry Jungs, ist nicht böse gemeint, Ihr seid mit Sicherheit mit Herzblut dabei, aber zünden kann der Funke bei mir nicht. Hat man ein Herz und wohnt der Performance trotzdem bei, muss ich sagen, wäre ich doch lieber mal bei WOUND im Zelt vorbeigegangen, ich glaube ich habe da was verpasst…

Bei ANAAL NATHRAKH werde ich positiv überrascht werden sollen. Das liegt daran, das ich in der Vergangenheit bei Benediction Konzerten durch Frontmann Dave Hunt immer dermassen gelangweilt war, das ich das schlimmste befürchtete. Aber V.I.T.R.I.O.L (so der Künstlername bei A.N.) kotzt sich während der ganzen Show dermassen aus, das mir echt die Spucke wegbleibt. Zu „Todos Somos Humanos“ eiert das der Nikolaus von Shining wieder auf die Bühne, um für den Song gewisse Geräusche von sich zu geben. Was auch sonst, der Song hat ja nur 2 Zeilen Text. Und wieder mal gespaltene Meinung, die einen sagen, der Song bekommt mehr Intensität, die anderen finden es zerstört ihn. Kunst ist Kunst ist Kunst ? Auf jeden Fall gehts nach der „Darbietung“ intensiv weiter wie bisher, Dave gibt alles und wird von der Menge dafür auch belohnt !

Schade schade, VOMITORY gaben ja vor geraumer Zeit schon bekannt, das 2013 Ihr letztes Jahr sein wird. Sollte dies wirklich ernstgemeint sein und danach nicht wieder irgendein Reunion gefeiert, um wieder mit Pauken und Trompeten im Rampenlicht zu stehen, sind zum letzten deutschen Konzert wirklich alle Hard-Die-Todes-Blei-Fans nun vor der Bühne, de Vomitory immer die Stange gehalten haben und guten Schweden Death würdigen. Auf lange Ansagen wird verzichtet, man legt Wert möglichst viele und gute Songs in die knappe Spielzeit zu pressen, ohne an Qualität zu verlieren.

Gespalten sind die Meinungen zu PRIMORDIAL und ihrem Celtic-Metal, wenn man es so nennen darf. Songs wie „Song gods to the godless“, “The burning season”, “Sons of the morrigan”, “Cast to the pyre” und “To enter pagan” zeigen deutlich, wie man die Fans in ihren Bann zieht. Die Stimmung ist gut, wedelnde Haare noch und nöcher. Lieder ist der Platz nicht sonderlich gefüllt und der Sound eindeutig zu leise.Aber beeindrucken tut das weder die Band, noch die Menge davor. Solider Auftritt.

Man möchte meinen, das sich viele der Besucher zum Primordial-Auftritt speisentechnisch versorgt haben und genüsslich ein paar hinter die Binde gekippt haben, um die Vikings von UNLEASHED mit voller Energie erleben zu können. Denn heute ist einer der Konzerte bei dem die Schweden auf 150% aufflaufen und ihre Fans heute mit. Der Old School Death mit nordischem Wallhalla-Einschlag kommt dermassen gut an, das ein ein reinste Gedränge in den ersten Reihen gibt. „Into glory ride“, „Winterland“, „Midwinterblot“ oder „Never ending hate“ woThor´s Hammer hängt. Zum Schluss das allzeit bekannte Spielchen bei „Death Metal Victory“ und dann ist auch schon Schluss, leider heute keine „Before creation of time“, so ists halt… Ich sehe viele verschwitzte Gesichter, die dringend Pegelnachschub brauchen. Leute haltet Euch fit.

Denn der nächste Act, wird nochmal genauso viel von Euch abverlangen wie eben. DYING FETUS, die eigentlich immer mehr im Hintergrund bzw Schatten der andern Ami-Kapellen standen, werden zu unrecht so wenig beachtet, zumindestens war dies in der Vergangenheit so. Ich denke mitlerweile und auch durch die viele Bühnenpräsenz in Europa, wird der Status mehr und mehr anerkannter. „One shot, one kill“ der Klassiker zum Schluss des Sets spricht stellvertretend für den ganzen Auftritt von Dying Fetus. Selten so einen Hammersound gehört und die Performance des Dreiers phenomenal ! Voll in die Fresse, keine Verschnaufpausen, pure Energie-Entladung. Diese DeathMetal-Wand hat jeden hier Anwesenden förmlich erdrückt. Absoluter Festival-Extra-Stern !

Jede andere Band hätte nun echt Schwierigkeiten bekommen, den Mop bei Laune zu halten. Aber bei Herrn Tätgren habe ich da keine Bedenken. Zwar können HYPOCRISY mit ihrem eher melodische Death nicht ganz mit dem Gebolze von Dying Fetus mithalten und einige sind auch der Meinung, beide Bands hätten die Positionen tauchen sollen, damit sich so der Adrenalinkick stetig gesteigert hätte, aber dafür punkten Hypocrisy mit noch besserem Sound und natürlich einem routiniertem Entertainer ala Peter, das darf man nicht vergessen, das es gelernt sein muss, mit seinem Publikum zu kommunizieren, um die Stimmung hochzuhalten. Das gelingt bestens, alle 4 sind zusammen eine unschlagbare Waffe.

Ich würde sagen, beide letzten Bands sind die Headliner, basta !

Auf zur Backstage-Bar, die Ohren klingeln noch, dann betäuben wir noch den Rest unserer Sinnenorgane, um dann langsam die Muttersprache zu verlieren und schliesslich ohne Kompass unsere Zelte ansteuern, was mit Sicherheit etwas gedauert haben könnte, aber wer soll das noch wissen…. Good Night
Tag 3. Aufgrund der guten Qualität des Bieres hämmern keine kleinen Männchen im Schädel von innen nach aussen. Somit würde ich sagen, O`zapft iss. Nichts geht über ein gepflegtes Mittach !

Bonsai Kitten spielen irgendwelche Hits im Zelt hoch und runter, einiges wiederholt sich, sind wir der Meinung eine Runde über den Zeltplatz zu drehen und anschliesend pünkltich zu SKELETAL REMAINS mit frisch gezaptem Bier auf dem Asphalt zu erscheinen. Die Amis überzeugen mit guten Old School Death, der gesanglich ein wenig an Martin van Drunen erinnert, Gewollt oder stimmlicher Zufall ? Das Set ist solide gespielt, man gibt sich Mühe, die paar „wenigen“ Wachgewordenen zu unterhalten, allerdings sehen die Jungs auf der Bühne ein wenig wie Frischfleisch aus und wirken teilweise verloren dort oben. Bei ihrem Morgoth Coversong „Bodycount“ rumpelt dann überraschender Weise Morgoth Sänger Marc Grewe auc die Bühne um mit zu zelebrieren, Respekt, welcher Musiker einer Aushängeschild-Combo macht sich schon die Mühe bei einem Opener Mittags präsent zu sein ?! Wenige !

Die chilenische Doomer von Procession und die finnischen DeathDoomer Hodded Menace werden wir nicht erleben, wir haben den Geschmack des Bieres wiederentdeckt und uns in den Sog des Bösens begeben, sorry Jungs.

Nächste Station DEMONICAL: Die Schweden Fünfer existiert noch nicht so lang, weisst aber mit teilweise älteren Hasen auf gewisse Erfahrung in diesem Genre hin. Im 2jahresRythmus werden Longpplayer unters Volk gemischt und heute auch ein Einblicke in das kommende Album „Darkness unbound“ gegeben. Man hätte der Band auch einen weiter hinteren Platz in der Running Order geben können, denn Demonical haben sehr professionell gearbeitet.

TSJUDER aus Norwegen geben sich sichtlich Mühe und trotzdem nicht Mühe genug. Denn das darzustellende Image kann bei Sonnenschein nie richtig ernst genommen werden, leider. Es wird Dunkelheit gefordert, damit TSJUDER dem gerecht werden, was sie verkörpern. SCHWARZ und fertig. Man kann nicht alles haben. Die BlackMetaller geben sich alle Mühe der Welt, es wird ja auch durch die Fans belohnt. Aber das I oder BlackMetal-Tüpfelchen fehlt halt !

Technische Spielereien waren und sind genau das Ding von OBSCURA, ähnlich wie Necrophagist, Parallelen vorhanden, da Drummer Grossmann und Gitarrist Münzner von dort abgewandert sind. Die Song sind allerdings nicht ganz so verworren, wie bei Ihrer vorherigen Band, mehr Melodie-Bögen, halbwegs erkennbare Songstrukturen und trotzdem mit Raffinesse bestückte Soli und Breaks, die es in sich haben, aber manchmal auch anstrengend sein können. Trotz alledem präsentiert man sich in Spiellaune und ab und zu witzigen Ansagen, Herr Kummerer trägt neue Frisur, wirk ein wenig brav da oben, aber sein Organ lässt schnell von optischen Gegebenheiten ablenken. Es geht schliesslich auch um die Musik. Präzise, kraftvoll, leidenschaftlich und ehrlich.

HELRUNAR wirken ein wenig müde und lustlos, während der ganzen 45 Minuten. Wenn dies hier zwar angeblich der letzte Auftritt bis zum Gang ins Studio für das nächste Album sein sollte, hätte man es mit Sicherheit nochmal volle Kanne krachen lassen sollen um im Gedächtnis zu bleiben. Falsche Taktik Leute. Ich fands einfachnur langweilig. Es sprangen null Funken über.

Das kann DESASTER aus Koblenz bei Leibe nicht passieren. Das Quartett würde bestimmt bei sonstwelchen Erkrankungen noch auf der Bühne stehen. Ich habe nicht eine Platte der Truppe zu Hause (Asche auf mein Haupt!), aber der Wiedererkennungswert ist immer da. und diese Art „Gute Laune“ von Gitarrist Markus Kuschke, dieser elendigen Rampensau und dem Evil-Faktor von Bassist Volker Moritz, der übrigens als einziger CorpsePainting trägt, bringt diese Art „Symptahischste Band des Festivals“ rüber. Und als Sahnehäubchen der Coolness-Faktor von Frontmann Guido Wissmann (hinter Dir schneits glaub ich immer); das passt alles zusammen und lässt Desaster als absolute Einheit da stehen. Oh ich vergaß das Tier hinter der Schiessbude, sorry Stefan. Wie man sieht, punktet man mit Symphatie, das kann man auch drüber hinwegsehen, das die Kompositione von Desster eher einfach gehalten sind und auch so gewollt sind, es muss nicht immer alles tricky und komplex sein. Gelungener Samstag Vorabend.

So schnell wieder an die Bar, die verrückten Finnen kommen gleich. 2 Bier reinpressen und eins mit vor..und niemand da ? IMPALED NAZARENE verspäten sich aufgrund eine Autopanne, getauscht wird der Slot trotzdem nicht, also heisst es 30 Minuten warten. Holter die Polter und Note 1 für solche einen kurzen Soundcheck und drauf auf die Bühne, es geht auch fix wie man sehen kann, wieso brauchen andere Bands immer so lange ? Mikka Luttinne, der sich sonst vor jedem Auftritt genüsslich den Jacki in aller Ruhe einverleibt (hallo Herr Kvarforth, man kann das Zeug auch trinken, nicht verspucken!) sieht ein wenig angepisst aus wegen der Hektik, wirkt aber auf die nächste Minute und mit Erklingen des ersten Songs wieder halbwegs relaxt und keift sich die Seele aus dem Leib. Den Mix aus primitive BlackMetal mit Rock`N`Roll Einflüssen ist leider nicht jedermanns Sache. Ich kann dabei gekonnt abschalten und geniessen, ahbe ich lange nicht mehr den Attacken der Ugra-Karma gelauscht. Herrlich.

Die Hölle hat mein Gebete erhört und durch die Verspätung der Finnen eben, kollidiert der nun nachfolgende Act auf der Hauptbühne mit dem der Tentstage. und ohne mit der Wimper zu zucken, werde ich mich ins Zelt begeben. Mit Sicherheit haben DESTRUCTION ihre Daseinsberechtigung im TRASH-Lager und reissen auch auf der Bühne hier eine ordenltich Show ab, ich kann mit der Combo nichts anfangen. Somit widme ich mich dem Nossener DeathMetal zu. Der Soundcheck des Drummers Lutz erahnt schon, das jetzt die volle Dampfwalze kommt. Das Zelt ist rappelvoll und in der Tat spielen PURGATORY alles an die Zeltwand, was bereits hier heute schon gezockt hat. Der Sound ist so mächtig und wuchtig, das hätte man bei Boltthrower auch nicht besser hinbekommen. Für mich gibt das Quartett immer alles, das sieht und hört man. Jahrelange Erfahrung macht sich eben bezahlt, man ist aufeinander eingestimmt. Selbst als es bei Renè an der Klampfe kurz Probleme gibt, überspielen die anderen 3 gekonnt die Situation, das es fast nicht aufgefallen ist. So sieht Professionalität aus. Gruß an Nossen, weiter so, sehen uns beim Hell Inside in Würzburg.

Da der Magen wieder nach fester Nahrung schreit, werden wir auf KORPIKLAANI verzichten müssen oder wollen. Mindestens so zwiespältig wie der Donnerstag-Headliner, hört man sich die Kapellen an oder geht anderen Hobbies nach. Auf jeden Fall sind sie für uns keine typische „HELL IS HERE“ Vertretung.

Wir nähern und langsam dem Ende in Schlotheim, nicht aber bevor uns meine Favouriten beehrt haben. Die Liverpooler Urgesteine CARCASS doch noch live sehen zu können, bringt einen fast Pipi in die Augen. Mit halber neuer Besetzung (und die sehr gut gewählt !) bringt man Schlotheim nun wirklich fast zu beben. Bill Steer voller Spiellaune mit diesem leichten Hüpfen und bangen, was schon sehr markant ist, Frontmann Jeff Walker, der schon ein wenig an Lemmy erinnert, so wie er sich präsentiert und Neuzugang Ben Ash, der Mr. Amot erwürdig ersetzt bzw besser ersetzt wie ich finde. So kommt neues Blut in die Combo, acuh wenn die Songs fürs neue Album „Surgical Steel“ bereits ohne ih geschrieben wurden. Drummer Daniel Wilding hat seit seinem Einstieg, ergeizigst an seinen Fähigkeiten gearbeitet, um so authentisch wie möglich an Ken Owen zu erinnern, der mit seinem Schlagzeugspiel nun wirklich in die 80er und 90er beeindruckt und beeinflusst hatte. Alles in allem eine gigantische Macht, die fast alle Songs der Necroticism-Platte perfekt zelebrierte. Hier war ich überrascht, damit hatte ich nicht gerechnet. Der Oberhammer natürlich wie immer „Corporal jigsore quandary“. Noch 2 Stücke von der Symphonies-Scheibe (Ruptured in purulence, Exhume to consume) sowie das legendäre Heartwork und dieser Gig wird mir immer und ich spreche da bestimmt für viele Andere mit, in Erinnerung bleiben.

Gleichermassen mit Vorfreuden auf den Co-Headliner sind die Metalheads voller Ungeduld auf VENOM und den letzten Gig des diesjährigen Party San. Eins aufs Fressbrett mit Witching Hour“ und „Welcome to Hell“, soll gleich darstellen, das die Venom-Opa´s zwar mächtig alt ausssehen, aber immer noch den Schneid besitzen, Ihrer Kritikern zu zeigen, wer es kann. „Live like an angle, die like a devil“, „1000 days in Sodom“ und „Buried alive“ hämmern in die Masen und blasen alles weg. Mit solch einen Sound, hääte ich nicht gedacht. Hatte ich nur bei Sadus 2009 damals erlebt. Crazy. Hit über Hit tümmeln sich auf: „Countess Bathory“, „Seven gates of hell“, „Warhead“ und die Kracher „Black Metal“ und „In league with Satan“. Man ist geschlossener Meinung, erwürdiger Ausklang, die Kräfte sind sowieso dahin, der ein oder andere kann ja die Nackenmuskulatur im Discozelt noch weiter malträtieren, bis der Kopp abfällt, der Rest haut sich aufs Ohr, bzw fällt aufs Ohr.
Fazit: Gelungen wie immer, Party San ist und bleibt das grossartigste DIE-HARD Festival in Deutschland, das jedes Jahr aufs Neue auf den UndergroundFaktor wert legt und mit beiden Füssen auf der Erde bleibt. Die kulinarische Verpflegung lässt keine Wünsche offen, hier läuft alles spitze. Die Preise sind fair und Jahr für Jahr stabil, gut so. Kritikpunkt: Ein paar mehr Klo´s und Duschen wären angebracht, hier waren stets Schlangen zu sehen. Ansonsten soll alles bleiben wie es ist. Der Fahrplan passt.

SEE YOU IN HELL 2014 !