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Bestival 2013
21. September 2013
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Der Weg nach Hof war zwar mit über 80 km durch die oberfränkischen Wälder entlang der B303 etwas eintönig, aber ich bin nach 1,5 Stunden Fahrt mit meinem Uraltgolf auch dort angekommen. Nur blöd, dass gleich am Ortseingang von Hof auch der Hinweis auf ein BurgerKing-Restaurant stand. Nach weingen Augenblicken meldete sich auch mein Magen und veranlasste den Rest meines Gehirns das Navi mich und meine Begleiter dort zu navigieren.
Gestärkt durch einen Burger stellte ich fest, dass es mitlerweile 16.00 Uhr war und wir die erste Band bereits verpasst hatten. Also auf zur Freiheitshalle, welche sich nur 2 Minuten Fahrt von Restaurant befand.

Die neue Halle lies nach ersten Eindrücken großes erwarten, was sich auch bestätigte. Ein großer Parkplatz direkt an der Halle bot genügend Platz für viele Besucher. Der Eingangsbereich war von dort aus schon sichtbar und auch nicht zu verfehlen.

Also steuerten wir direkt dort hin. Auf den Weg kamen uns schon die ersten angetrunkenen Metaller entgegen, und ich dachte: „endlich normale Leute“. Schnell noch an der Abendkasse die Tickets holen, und durch gute Beziehungen an der Schlange vorbei direkt in die Halle.
Direkt nach dem Eingangsbereich befand sich die Merchmeile, wo von Shirts bis Met alles angeboten wurde.Am anderen Ende der Halle das Catering vom Hallenpächter. Laugenstangen, Schnitzelsemmel, Wiener, Mixgetränke und zu meinem Erstaunen auch Kaffee konnte man dort gegen Euros erwerben.

Die eigentliche Halle bzw. „Festsaal“ befand sich im Untergeschoss der Freiheitshalle. Bereits auf der Treppe nach unten donnerten uns schon die harten Klänge von NOTHGARD entgegen und liesen mein Herz gleich höher schlagen. Leider gaben sie nur die bekannten Songs aus ihrem Album wieder. Wäre eigentlich mal Zeit für eine neue Scheibe der Niederbayern.

Bonanza ertönt, und allen, die es kennen, ist klar, dass jetzt die erfolgreichste Covermetalband Frankens kommt. JUSTICE betreten die Bühne. Doch nur zu viert!!! Gitarrist Frank fehlt. Warum erzählte er mir nach dem Gig denn er stand neben der Bühne und sah seinen Kollegen zu, mit verbundenen Zeigefinger. Dass man damit nicht spielen kann ist mir klar. Auf die Frage warum erzähle er mir, dass man beim Kochen den Umgang mit scharfen Messern beherrschen sollte. Dem Sound tat das zwar nicht beonders gut da man die fehlende Gitarre bemerkte , trotzdem kompensierten Warty und Wolfi dieses so gut es ging. Mit Erfolg!!! Denn die Stimmung wurde jetzt erst richtig aufgeheizt.

OBSCURITY donnerten dann ihrem typischen Mix aus Black/Death/Vinking-Metal direkt in die Ohren, wobei so langsam der in Unmengen verschüttete Met auf dem Boden der Halle, sich in eine Mischung aus Patex und anderen Klebstoffen verwandelte. Mensch Leute, ihr sollt das Getränk der nordischen Götter trinken!!! Egal, mit Songs wie „nach Asgard wir reiten“, „Bergischer Hammer“ und „Wer Wind säht“ entfachten sie die aufgehizte Stimmung zum musikalischen Flammenmeer.

Dann steht KAMPFAR, die norwegische Paganmetalband, auf der Bühne und ich bin über den Stil der Band mehr als positiv überrascht. Als zweite Station ihrer Devilish Triumph Tour 2012 brachten sie die Freiheitshalle zum kochen. Mit Kultsongs wie „Hymne“ , „Norse“ und „Ravenheart“ zogen sie das Puplikum in ihren Bann.

BELPHGOR – eine Klasse für sich. Die Blutverschmierten Östereicherbeweisen mit ihrem Stil, dass man in Östereich nicht mit nur Blasmusik erfolgreich sein kann. „Rise to fall and fall to rise“, „Bondage goat zombie“, „In blood, Devour this sanctity“ und mehr wurde zum Besten gegeben. Was mich ein bischen verwunderte, ist die Anzahl der Zuschauer, welche bei dem Hochkaräter zu wünschen übrig lässt.

Zu guterletzt die Band die mich schon den ganzen Abend iritiert. „Umbau“ ! Welchen Stil die Band mit dem ungewöhnlichen Namen praktiziert erschliesst sich mir nicht. Nein! Spass bei Seite! Die Crew vom Rekwi-Festival arbeitete sehr proffesionell, die Pausen wurden kurz gehalten und alle waren stehts bemüht einem bei Fragen zu helfen. Im Großen und Ganzen eine sehr freundliche und hilfsbereite Truppe, was einem das Gefühl einer familieren Atmosphäre gab.
So das wars eigentlich schon. Oder war da noch was?

Stimmt!!! Es gab ja noch einen Headliner.

EQUILIBRIUM mit einer 80 Minutenshow.
Der Soundcheck wie immer mit „Wassermann“ vom „Rekreatur“-Album wobei Robse mit einigen ungewöhlichen Lauten aus der Magengegend sein bestes gab. Der ist Umbau beendet, die Halle sehr gut gefüllt und mit dem Intro, gefolgt von „der ewige Sieg“ gehts los. Bereits beim zweiten Lied forderte Robse eine „Wall of Death“ , welche er auch bekam. Die Welle zog svon „der Sturm“ über „Blut im Auge“ hin zu „Widars Hallen“. Als Zugabe gabs „Unbesiegt“. Alles in Allem ein krönender Abschluß einer gelungenen Show, die vor allen von den weiblichen Besuchern favorisiert wurde.

Summa summarum ein angenehmes Eintagesfestival mit genügend Bands, die in eine abwechselungsreiche RunningOrder gepackt wurden. Wie gesagt saugeile Crew des Veranstallters. Fettes Lob von mir an euch!!!
Und auch ein dickes Lob an die Stadt Hof für die schöne Halle. Ich denke, dass hier der Metal ein neues – altes Zuhause gefunden hat.