Ragnarök-fronter
Ragnaröck 2006
16. Mai 2006
Ragnarök-fronter
Ragnaröck 2013
17. Mai 2013
Ragnarök-fronter
rr-flyer-2012-hp

Diese Jahr nicht als Vertrteter der hiesigen Presseschar unterwegs und auch leider ohne Objektiv und Kamera, dafür mal wider ganz stinknormal als Festivalbesucher, wie Du und Du, ohne ständiges Hin und Herwetzen, von Fotograben zu Fotograben. Einfach in der Masse und die Musi geniessen. Aber versprochen, dann 2013 zum Jubiläum, sprich 10. Geburtstag, sind wir wieder als Pressefuzzi für Euch da.

Deutschlands erstes Pagan Metal Festival läutet seine 9. Runde ein. Das Billing für die 2 Tage hat mit Größen wie Absu, Moonsorrow, Agaloch, Dark Fortress, sowie Feid, Einherjer oder auch die unterschätzten Dordeduh, ordentlich was geboten !
Das Prinzip der 2 Bühnen mit wirklich kurzen Bandwechsel hat was für sich, der Festivalbesucher wird nicht mit Langerweile bestraft, muss sich aber auch beim
Getränkenachschub beeilen ! Aber alles im machbaren Bereich. Sonst ist die Organisation wie üblich ausserordentlich gut und durchdacht. Die Location sowieso Top, für alle Energiebündel und Zappelfillips gibts genügend Platz vor der Bühne, für alle Älteren Semester aber auch die Möglichkeit auf den Rängen oben Platz zu nehmen und
genüsslich auf das Spektakel bei ein paar Bierchen zu blicken. Ja auch Metaller werden alt !

Pro Bands:

King Of Asgard, stylistisch an Amon Amarth anlehnend, überzeugten die gut gelaunten Schweden mit Spielfreude, Qualität, Sympathie und bombigen Drums.

Waldgeflüster mit ebenso perfektem Sound und durchweg schnellere BlackMetal Songs, waren bis zu ihrem Auftritt die eigentliche „Band des Abends“.

Die Jungs von XIV Dark Centuries lieferten einen soliden guten Gig ab. Paganen Metallern dürfte an dieser Stelle das Herz aufgegangen sein. Klassischer kann man dieses Genre wohl nicht vertreten und XIV Dark Centuries taten dies ohne jegliche Zweifel.

Wolfchant aus Bayern, die auf ähnliche Weise wie IVX D.C. überzeugten, allerdings für meine Meinung noch eine Ticken schneller und aggressiver daherkamen.

Skyclad ebenso einen Daumen nach oben, für ihre Unermüdlichkeit. Auch wenn die eigentlichen Glanztagen und Alben lange zurückliegen und ihr Aushängeschild und Frontmann
Martin mit seiner unverwechselbaren Stimme beeindruckte aber nun schon lange die Segel streichte, zeigt die Formation Ihre Spielqualität und wird vom Publikum dafür belohnt.

Absu, über jeden Zweifel erhaben ! Die Amis zeigen jedesmal, wie man einen fetten Auftritt absolviert. Ohne Interaktion mit dem Publikum, was aber nicht als arrogant gelten soll, wird
hier mit einer Geschwindigkeit und Präzision das Liveset runtergezaubert…vom Feinsten sag ich da nur !

Dordeduh, ex Mitglieder der rumänischen Negura Bungets, konnte ich auf dem Riedfest 2011 schon bestaunen. Ein sehr guter Sound, in der extrem schwierig
einzustellenden Halle, viele Melodien und gute Atmosphäre, machten den Auftritt perfekt.
Contra Bands:

Varg, spieltechnisch ganz okay. Leider wie immer, nichts besonderes. Man erwartet bei dem Namen wahrscheinlich auch nicht mehr.

Dark Fortress, Verlierer des Abends, der beschissenste Sound überhaupt. Warum das passierte ? Keine Ahnung. Verdient hamse das nicht, da die Livequalitäten der Herren sonst eigentlich TOP sind ?
Teilweise waren sie Songs nicht sofort wiederzuerkennen, die hier dargeboten wurden. Ist hier was ins Mischpult gelaufen ? Schade