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Party San 2010
16. August 2010
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Party San 2012
21. August 2012
Party San fronter
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Und wieder ist ein Jahr rum endlich wieder PARTYSAN Zeit. Nach der Schlammschlacht im letzten Jahr, die fast zum Abbruch des Festivals geführt hatte, waren die Veranstalter gezwungen, sich nach einem neuen, wasserfesteren Gelände umzusehen. Das neue Gelände ist auf dem Flugplatz in Schlotheim, nördlich von Erfurt. Alles sind gespannt auf die Verhältnisse auf dem neuen Gelände.
Der neue Campingplatz machte auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck. Gecampt wird links und rechts von den Start- und Landebahnen, die mit einer Drainage versehen ist. Dadurch kommt man auch bei starkem Regen gut zum Festivalgelände und am Sonntag auch mit dem Auto weg. Auch die Wiese machte nicht den Eindruck, als ob man dort allzu schnell wegschwimmen könnte. Beim Zeltaufbau mussten wir dann aber doch einen Nachteil des neuen Platzes feststellen: kurz unter der Wiese trifft der Hering beim Einschlagen auf Schotter. Ohne Hammer ging also schon mal gar nichts und selbst mit musste man aufpassen, sich nicht alle Heringe zu versauen. Dann heißt es wohl als Hausaufgabe fürs nächste Jahr: stabilere Heringe besorgen.
Nachdem die Zelte dann endlich standen was bei einigen Sturmböen garnicht so einfach war und das ein oder andere Aufbaubier vernichtet wurde, machten wir unsere erste Runde über das neue Gelände. Auch der Bühnenbereich ist asphaltiert, sodass die Technik nicht mehr Gefahr läuft, abzusaufen. Die Auswahl an Merchandise und Food-Ständen war wie jedes Jahr groß. Mit den immer wieder sehr beliebten und schon aus Bad Berka bekannten Hühnchen, Crêpes usw. lässt sich eine gute Grundlage für ein anstrengendes und feuchtfröhliches Partysan schaffen.
Nachdem beim Gelände also vorrangig auf Wasserfestigkeit gesetzt wurde, wurde ein Element dagegen etwas unterschätzt: der Wind. Gleich am ersten Tag deckte es das Dach der Hauptbühne ab – glücklicherweise lange bevor die erste Band gespielt hat. Da das Problem sich nicht am selben Tag beheben ließ und die Sicherheit der Bands nun mal vorgeht, musste der gesamte Donnerstag musiktechnisch im Partyzelt bestritten werden.
Den Anfang am Donnerstag machten Byfrost, die mit ihrer nur drei-mann-starken Besatzung auf der kleinen Bühne deutlich weniger verloren aussahen als sie es auf der Hauptbühne getan hätten. Mit ihrem Norwegian Metal versuchen sie in die Fußstapfen von Bands wie Immortal zu treten. Das Zelt füllte sich nur recht langsam und dementsprechend war die Stimmung noch nicht wirklich bombig.
Es folgte die Trash-Metal-Band Dew Scented, nahezu die einzigen dieses Genres auf dem PSOA. Spätestens seit ihrer 2003er Alben haben sie sich als feste Trash-Metal-Größe etabliert und nicht selten kamen Vergleiche mit Slayer auf. Ihnen gelang es, trotz mäßig guten Sound, das Publikum mitzureißen.
Spätestens ab Aborted stieß das Partyzelt dann doch allmählich an die Grenzen seiner Kapazitäten. Die Band hätte eindeutig eher auf die Hauptbühne gehört, aber daran ließ sich nun mal nichts ändern. Wirklich zu sehen war in den hinteren Reihen nichts und auch der Sound ließ weiterhin zu wünschen übrig. Dennoch schienen sie zumindest die vorderen Reihen mitreißen zu können – die hinteren hatten es wenigstens nicht so weit zum Bierstand.
Während einige Bands von der kleineren Bühne profitieren konnten, hatten Negura Bunget dagegen einiges zu kämpfen. Band samt Equipment auf die Bühne zu bringen, bereitete doch ein paar Probleme. Auch wenn der Auftritt gut beim Publikum ankam und alle gebannt lauschten, ging das meiste in den hinteren Reihe verloren.
Auch die Jungs und Mädels von Darkened Nocturn Slaughtercult hatten Schwierigkeiten, sich mit der Bühnensituation anzufreunden. Sämtliche Requisiten auf der Bühne unterzubringen, nahm viel Zeit in Anspruch. Mit viel Kunstblut und Fackeln machten sie optisch schon mal etwas her. Aber auch hier wurde der Sound im Zelt der musikalischen Leistung keineswegs gerecht. Es fiel schwer, ein Lied vom anderen zu unterscheiden.
Deutlich besser können Decapitated das Publikum allen voran Sänger Rafa? Piotrowski mitreißen.
Triptykon konnten live nicht so recht überzeugen. Ihre Songs knallen auf Platte doch an diesem Abend springt der Funke nicht so recht über. Die meisten störte es nicht zu dieser späten Stunde gab es doch genug Bier und gute Laune.
Der Freitag stand bühnentechnisch unter einem besseren Stern. Die komplette Nacht haben viele unermüdliche Helfer das Dach repariert, sodass Tag 2 wie geplant ablaufen konnte. So konnten die Bands nun endlich auch die Hauptbühne zum Beben bringen. Und der erste Blick am Morgen aufs Line-up zauberte mir schon ein Lächeln ins Gesicht.
Den Freitag eröffneten die Schweden von Puteraeon. Auch wenn vor der Bühne noch nicht allzu viel los war und die meisten wohl noch dabei waren, den vorhergehenden Tag zu verarbeiten, gaben sie sich alle Mühe und lieferten einen soliden Auftritt ab.
Über Truppensturm kann man durchaus geteilter Meinung sein. Irgendwie klingt doch jeder Song gleich,als fliegt ein ziemlich langer D-Zug an einem vorbei.
Urgehal schaffen es hingegen die nun doch deutlich zahlreicher gewordene Menge zu begeistern. Optisch gaben sie einiges her und auch musikalisch enttäuschten sie nicht und konnten die vorderen Reihen kräftig aufmischen.
Auf den Auftritt von Primordial konnte man getrost verzichten. Ich habe keine Ahnung warum die Band so abgefeiert wird ist sie doch stink langweilig.
Absolut sehenswert war auch der Auftritt der Band Melechesh. Obwohl mit Sänger Ashmedi und Drummer Xul nur noch zwei der ständigen Mitglieder übrig sind, konnte dies der Stimmung keinen Abbruch tun.
Ansagentechnisch schafften es Belphegor die Besucher zu erheitern und auch die Bühnenshow war recht unterhaltsam.
Stimmungstechnisch alles gaben 1349. Die Bühne leuchtete mal rot, mal blau und sorgte so für die richtige Atmosphäre. Schade war nur, dass mal wieder Frost fehlte.
Ensiferum waren wettertechnisch wohl die Pechvögel des Abends. Pünktlich mit Beginn ihres Auftritts, der erst mit viertelstündlicher Verspätung erfolgte, fing es zu regnen an. Der Band gelang es nicht, das gesamte Publikum mitzureißen, aber zumindest in den ersten Reihe gingen die hartgesottenen Fans richtig mit.
Beendet wurde der zweite Festivaltag durch den Auftritt von Morbid Angel. Das neue Album ist nicht jedermanns Sache, da es recht experimental ist.Doch auf dem PSOA spielten sie fast ausschließlich alte Hits.

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Nach diesen ersten gelungenen Tagen brach auch schon wieder der letzte Festivaltag an.
Obwohl noch verhältnismäßig „früh“ hatte sich zum Auftritt von Taake schon eine beachtliche Anzahl von Fans vor der Bühne versammelt. Der Auftritt wurde auch entsprechend gut aufgenommen
Exhumed hatten im diesen Jahr die Lacher auf ihrer Seite: statt nach Schlotheim fuhren die Amis nach Bad Berka. Mit einiger Verspätung konnte der Auftritt dann doch noch statt finden.
Anschließend gabs Hail of Bullets auf die Ohren. Neben Pyro-Show und Spezialaffekten kam man bei ihnen auch musikalisch auf seine Kosten.
Van Drunen hat wirklich ein unmenschliches Organ und eine Spielfreude wie am ersten Tag.
Eine Bühnenshow der Superlative boten wie immer die Schwarzmetaller von Watain. Den Fotografen im Bühnengraben und den ersten Reihen wurde mächtig eingeheizt mit mächtigen Pyros. Und auch sonst konnte die Band überzeugen, nicht zuletzt durch das Charisma ihres Sängers.
Die vorletzte Band des Abends waren Enslaved, die mit ihren teilweisen psychodelischen Song einige Tütchen zum glühen brachten.
Angesichts der Massen, die sich trotz des täglichen mitternächtlichen Regens immer noch vor der Bühne versammelt hatten, schien es so, als ob sich wirklich niemand den Auftritt von At the Gates entgehen lassen wollte. Die Band enttäuschte die zahlreich erschienen Fans nicht und spielte eine geile Mischung Ihrer zu kurzen History.Das war wieder einmal ein spitzen Partysan und macht Bock auf mehr.Bis nächtes Jahr mit guter Laune und großem Durst.