Party San fronter
Party San 2009
21. August 2009
Party San fronter
Party San 2011
20. August 2011
Party San fronter2
psan2010

Ach herje, war das ne Sause, im positiven Sinne und natürlich auch im „positiven“ Sinne, sprich, das etwas, sagen wir, feuchte Wetter, das scheinbar so einigen Besuchern auf den Magen geschlagen war. Und nicht nur diese hatten damit zu kämpfen, sondern besonders die Organisatoren und Helfer, um halbwegs Herr der Lage zu werden.
Dafür erstmal Danke und Respekt, habt Ihr super gemacht. Für diese Wetterlage wäre wohl keiner gewappnet gewesen. So genug wegen dem Regen, das gehört halt dazu.
Die Anreise am Donnerstag Mittag gestaltet sich eigentlich wie immer völlig relaxt, einer fährt, der Rest trinkt. Kommen wir gegen 12:30 uffn Gelände an, wird schnell der Krempel aufgebaut, bevor der Regen einsetzt. Das Fassbier wird angestochen, uns gehts gut, wann kommt Musik ?
Ach ja erst 19 Uhr. Somit genug Zeit für geistige Konversationen über das diesjährige Billing und sonstiger Smalltalk über die ähnlichen Zustände des Jahres 2007. Das es noch schlimmer kommen sollte, aaaaahnten sie nicht.

Donnerstags Programm:

Fast pünktlich zu Ketzer betrat man das Gelände, hat man sich natürlich wieder festgequatscht, erlebte man zumindestens noch die Hälfte des Sets. Die Black-Trash-Mischung
aus NRW kann nicht ganz so überzeugen, einerseits der etwas miserable Sound, mit dem aber der Opener eigentlich immer zu kämpfen hat und zum anderen die fehlende Originalität der Truppe bzw einige Patzer in den Songs, die nicht zu überhören waren. Summa summarum hat es aber zumindesten „Vielen“ gefallen…abgehakt.

Merrimack fällt optisch aus, bei uns zumindestens, klingt ganz passabel hinter Bühne, was die Franzosen da zelebrieren, abwechslungreicher Black mit einer Würze Parallelen älterer Immortaltendenzen.

What next to find ? Devourment to grind. Die Texaner Spielen souveraen ihren Prügel-Todes-Grind. Das hat zwar Basis, die Meute vor der Bühne zucken mit. Alles in allem finde ich keinen besonderen Wiedererkennungswert in den dargebotenen Songs. War live ganz nett, aber für einen WOW-Effekt hats nicht ganz gereicht.

Zum nächsten Act gibts eigentlich nicht viel zusagen, oder doch: Monstrosity sind für mich wirklich eine Macht, allerdings nur auf Platte. So richtig aus ihrem eigenen Schatten kommen die Jungs seit Jahren / Jahrzehnten leider nie so richtig raus. Hätten sie doch etwas mehr Würdigung verdient. Das gespielte Set ist absolut solide. Aber das ständige Problem nur mit einem Gitarristen live aufzuwarten, kann eben die Umsetzung der Songs hinunterziehen. Die filigranen Soliparts in Verbindung mit der Rhythmusfraktion sind das was fehlt und lässt somit die Brachialgewalt der Songs etwas schwinden. Aber nichts desto trotz ein deutliches Plus Monstrosity !

Okulter, psychodelicer Rock aus den Niederlanden, dargeboten von The Devils Blood, lassen mir einige Runzeln auf der Stirn erscheinen. Nicht das ich den Act als Ausrutscher abstempeln würde, denn mit Solstafir gabs ja im Vorjahr einen ähnlichen Überraschungseffekt, allerdings trifft mich diese Mucke nicht wirklich. Ein paar nette Melodien, ein wenig Frauengesang, eben halt schwerer Rock geparrt mit Melancholie. Wir gehen mal an die Bar !

Nun wird sich zum ersten Mal die Hoelle richtig oeffnen. Schwarz, boese und fies werden nun WATAIN die Nacht noch dunkler faerben. Mit ihrem letzten Output „Lawless Darkness“ konnten sie eindeutig beweisen, was in den Herren für Kreativitaet steckt. Die ein-einhalb Stunden werden frenetisch abgefeiert, von der Band selbst, sowie von den Fans.
Das Bühnenbild ist stimmig mit seinen dreizackigen Kreuzen, die Flammenwerfer leisten Höchsteinsatz, das eingesetzte Licht und Nebel runden die Atmosphäre gekonnt ab. Hier mal abseits ein dickes Lob an den Lichttechniker. Alles in allem gibt es keine Worte mehr zu verlieren, wer hier nicht mehr anwesend war, weil er beim exzessiven Trinken den Hals nicht voll genug bekommen hat, Pech gehabt. Der Donnerstag-Headliner war absolut würdig !

So noch 2 Bier reingekippt, durch den Schlamm gewadet und ab in die Falle, es stehen ja noch 2 Tage an.

Freitags Programm:

Auch völlig überraschend der 13 Uhr Gig der Tulpenlaendle-Formation Onheil. Zu dieser Uhrzeit normalerweise stattfindende Opener wird meistens als „ganz nett“ aber nichts „Besonderes“ abgetan. Der Fuenfer ueberzeugt auf ganzer Linie. Melodischer BlackMetal mit guten Songideen aber keineswegs langweilig und eintoenig, sieht man Onheil ihrer Spielfreude an und danken den Organisatoren für diesen Gig mit einem applauswürdigen Dank meinerseits und den Scharen vor der Bühne, die wie sollte es auch sein, mal wieder im Regen stehen.

Mit Milking The Goatmaschine kommen wir wieder zur Sparte Grindcore mit eine Briese Groove. Die kleinen Zieglein, allesamt mit „netten“ Masken auf, um den Kampf gegen den „big bad wolf“ aufzunehmen. Die Songs der Bayern rören tiefgruendig aus den Boxen, musikalisch gut zelebriert. Die Stage-Performance allerdings finde ich ein wenig zu spielerisch bzw kindisch, mit dem zu verprügelnden Wolf im Kostüm und den aufgeblasenen Gummitieren, die in der Crowd landen. Alles is allem „ganz nett“.

Lividity live immer eine Macht, die auch 2008 hier Einen zum Besten gaben, schließen 2010 genau da an, wo sie das letzte Mal aufgehört haben. Porn-Grind meets DeathMetal at its best. Kurze Ansagen zu unserem guten deutschen Bier und sofort gefolgt von den Grind-Attacken lassen das Publikum ausflippen. Scheiss aufs Wetter, es regnet in Strömen und keinen juckts. Jungs das war spitze.

Thrash Metal aus Griechenland: SUICIDAL ANGELS. Ganz zügig wird Auftritt eingeleutet, das Publikum steht sofort zur Stelle. Harren kreisen, Biere fliegen. Wie sagen es die Kassierer so schoen? Musik fuer beide Ohren. So spielen die Griechen Songs wie ‚Pestilence Of Saints‘, ‚Bloodthirsty‘ und natuerlich ‚… Lies‘.
Man scheint auf der Buehne sehr amused über die Resonanz im Publikum. Ich bin zwar kein sonderlicher Freund von TrashMetal, aber Hut ab, auch ich war amused.

Asche auf unser Haupt, wir haben die grossartigen Origin nicht erlebt. Aber irgendwann faellt eine Band dem Fress – und Saufwahn zum Opfer.

Das nächste verdutzte Gesicht um 18 Uhr, zeigt, das sich ein Billing auch sehr kurzfrisitg ändern kann. Sollten doch Ofermod die Bühne entern, stehen nun hier die Recken von The Crown. Die Rueckkehr der Death’n’Roller scheint durchaus gelungen. Neuer Mann am Mikro , Jonas Stahlhammar, tritt gekonnt in die Fußstapfen seines Vorgaengers. Die Fans sind zufrieden, der Mob tobt, was will man mehr.

Die naechste und etwas seltsame Auffuehrung der Schweden Ofermod kann kurz und knapp etwas albern bewertet werden. Der Zeromoniemeister und sein Gehilfe lesen wohl aus dem Necronomicon vor, begleitet von dubiosen Klängen von Synthesizern und Alpenhörner und Didgeridoos. Und das auch noch eine geschlagene Viertelstunde. Es kommt Lnagweile auf. Dann endlich gesellt sich der Rest der Band dazu, gibt kurzweilig und langweilig ein Ständchen von einer handvoll Songs, bis dann eine Viertel Stunde vorher der Gitarrenamp versagt und somit unfreiwillig der Auftritt Santanis beendet, Düdelt die verbleibende Zeit noch mal ein Outro aus den Boxen, kehrt der größte Teil des Publikums den Rücken und
verschwindet an die Bar. Haken dran.

Asphyx seit jeher mit Sympathie-Punkten bestueckt, sollten mal wieder ein Leichtes haben die Massen zu bewegen. Auch wenn man gespaltener Meinung sein darf, seit Ewigkeiten das Gleich zu machen, Euch sei gesagt, Asphyx sind Asphyx und bleiben Asphyx, warum daran was aendern, das waere, als ob Boltthrower nun Powermetal spielen werden. So’n Scheiss, Old School Death aus Niederlanden mit einem sehr gut gelaunten Martin van Drunen, der auch Backstage zu keiner Zeit sein Froehlichkeit verliert. Daumen nach oben. Und das Schlussplaedoyer namen „The Rack“ ist doch immer wieder ein Traum, oder ?

Dying Fetus zu verpassen geht garnicht. Maryland wir lauschen Dir gespannt und werden natürlich nicht enttaeuscht. Ich habe ehrlich gesagt noch keinen schlechten Auftritt von den sterbenden Foeten gesehen. Die Urgwalt schlechthin, tightes Drumming, sägende Gitarre und strammer fetter Bass runden die Growls perfekt ab. Wieder mal Regen, der leider nicht mehr im Boden versickert, eine vor mir umstuerzende betrunkene Dame, die sich im Fall noch an meiner Jacke festhalten will, wieder aufsteht und nicht mehr zu erkennen ist.
Hach ist das herrlich schön hier.

Ohne Erwartungen warte ich auf Sarke. Tja was soll man sagen, Kultstatus um Darkthrone hin oder her, das war nüschts, garnüschts. Ja ich weiß, die Monotonie auf dem Debütalbum ist Monotonie und auch so gewollt, lass ich mir noch angehn. Aber dieser Auftritt hier war die Monotonie der Monotonie. Herr Culto schlief ja bald auf der Bühne ein, scheinbar auch bedingt durch Drogenkonsum. Er sah zumindestens so aus. Wie auch immer musikalisch war das eher was für die Tonne. Sorry.

Als Entschaedigung für Sarke, endlich, das ich das noch erleben darf, mit einer Traene im Knopfloch. Wie war das in der Vorankuendigung? Die Hälfte der Besucher waren nicht einmal geboren, als AUTOPSY das letzte Mal in Europa waren. Wie war wie war, mmmh da steht man nun als alter Metaller und bekommt genau die Packung, die man erwartet hat. Roher rotziger DeathMetal der Anfangstage ! Man spielt sich natürlich durch alle Perioden der Veröffentlichungen. Ich will garkeinen Song explizit aufzählen. Schnauze halten, gucken, hören, moschen, fertig ! Ein Traum ! Gute Nacht, so zufrieden bin ich lange nicht mehr eingepennt.

Samstags Programm:

Under That Spell froenen gegen 13 Uhr als Samstagopener schlichten und guten BlackMetal ohne Corpsepainting. Find ich am Tage oder bei Sonnenschein eh albern. Solide Performance, vielleicht ein wenig steif und angewurzelt, man nutzt die Bühne nicht als Spielraum um sich vielleicht mal ein wenig zu bewegen, aber was solls, iss nicht Jeden sein. Ich lausche gerne zu und beginne den Tag mit einem kühlen Blonden.

Tribulation und Ghost Brigade fallen bei uns aus. Heißt nichts Gutes aber auch nichts Schlechtes.

Als Dauergaeste des PSOA, ob auf der Buehne oder dahinter, ist es Zeit für party-taugliche Black-Trash-Mucke ala DESASTER. Noch eben beim Backstage an der Bar, mit Klampfe umgeschnallt, schnell noch eins reingewuergt, druff auf die Bühne und mit voller Spielfreude alles in den Boden gehaemmert. Jungs das war herrlich.

Es ist mittlerweile 17 Uhr. Auch wenn das Gelaende noch gut gefuellt ist, mit Wasser und Menschen, scheint es sich doch abzuzeichnen, das viele Warmduscher bereits die Heimreise angetreten haben. Es steht doch gross an der Stage vorne dran „Hell is here“. Was glaubt ihr denn zu erwarten in der Hoelle ? Ein Sofa zum rumkuscheln ? Wir machen auf jeden Fall weiter bis zum Schluss.

Die nächste Formation haette man sich schenken koennen. Oberfranken und sein Viking-Gedoens. Ich frage mich warum man Varg überhaupt eingeladen hat ? Wahrscheinlich waren es die Verkaufszahlen bei Amazon und EMP. Nunja, ich tue mir mal 3 Songs an. Lächerlich wirkt das Moechtegern-Feuerwerk bei hellerlichtem Tage. Echt top. Nur gut das Wind dreht und der Pyrotechniker den Zauber abbricht. Mhhh ein Hightlight weniger. Nur bloed das keins mehr uebrig ist. Sehr simple die Songs als „Wolfszeit“, „Wolfskult“ etc. Einem Teil hats gefallen, einfache Beats und simple Gitarren, der andere Teil sagt „Varg ist Quark“. Zum Glueck sind Geschmaecker verschieden.

Manegarm: Nicht erlebt, Schwamm drueber

Ahja die Necros beehren uns. Gleich vorweg, zum Mitwippen nur bedingt tauglich. Necrophagist sind bekannt dafür ihr technisches Können lupenrein auch live zu praesentieren. Und dazu gehören nunmal wirre Takt und Tempowechsel. Interessant zu beobachten, wie Leute versuchen, die sich mit der Mucke noch nicht vertraut gemacht haben, krampfhaft zu Moschen, um staendig festzustellen, hey, hier komm ich nicht synchron mit. Herrlich. Wir hören und vor allem sehen technisch versierten DeathMetal, der einem manchmal befremdlich vorkommt. But nice too see, Applaus garantiert, wann kommt denn endlich das 3. Album ?

Good old England, Birmingham. We wait for you. Es ist 21 Uhr. Herrera, Harris, Embury und Greenway entern die Bühne. Kurze Vorstellung wie immer und druff auf die Fresse. Was gibts denn schoeneres als Napalm Death ? Ich kann hier keine Worte verlieren, ich wollte Qualitaet, ich bekam Qualitaet. Heute scheinbar alle Songs einen Zacken schneller, so das verdutzterweise am geplanten Ende des Sets noch 10 min Zeit sind. Wie geil ist das denn ? Also noch paar Songs hinterher geschoben, das nenn ich doch Improvisation. Wie bei Dying Fetus, habe ich bei den Napalms noch keinen schlechten Gig gesehen !