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With Full Force 2008
19. September 2008
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With Full Force 2010
19. Juli 2010
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with-full-force-2009-flyer

Nachdem der Donnerstag, wie jedes Jahr unser Anreisetag zum Full Force, inzwischen schon traditionell mit einem ordentlichen „Warmtrinken“ verbracht wurde und bis Freitag früh um 7 Uhr andauerte, stand ich doch immerhin zur zweiten Band des Festivals und auch recht Fit vor der Zeltbühne und ließ das 16. Full Force von den Leipzigern MYRA einläuten. Im Anschluss stampften NASTY mit ihrem Beatdown das Hardbowl in Grund und Boden, so dass die Marschrichtung gleich klar abgesteckt wurde.
Auf der Hauptbühne spielten inzwischen FACEBREAKER und GOD FORBID, wo wir uns allerdings erst zu STATIC X einfanden. Nachdem die Amis ihren letzten Auftritt noch kurzfristig absagen mussten, standen sie nun zum ersten Mal auf der Full Force Bühne.
Nach drei sehr guten Bands zum Auftakt, starteten wir einen kleinen Rundgang über das Festivalgelände, so das ich nur erwähnen kann das in der Zwischenzeit DEVILDRIVER, LEGION OF THE DAMNED, NO TURNING BACK, THE CRUSHING CASPARS und THE RED CHORD gespielt haben.
Jaja, ich weiß… bin leider etwas aufgehalten worden… Aber spätestens zu MAROON hieß es zurück zur Tentstage. Der Thüringer Death-Core ließ keine Wünsche offen und verwandelte das Hardbowl im wahrsten Sinne des Wortes in einen Hexenkessel. Während im Anschluss COMEBACK KID und DIE KASSIERER auf der Zeltbühne folgten verschlug es uns ins Freie vor die Mainstage. Mit MASTODON und CARCASS folgten hier 2 Bands die man einfach als Kult bezeichnen muss.
Bevor SOULFLY, der Headliner des ersten Abends, auf die Bühne durfte, kam die Norweger Black Metal Speerspitze DIMMU BORGIR aus der tiefsten Finsternis gekrochen und absolvierte eine gewohnt sehenswerte Show. Die Brasilianer starteten im Anschluss eine Hüpf- und Mosh- Orgie, allerdings sind Max die Jahre inzwischen auch ein wenig anzusehen.

Der Samstag startete mit MAKE IT COUNT auch direkt mit einem absoluten Metal- bzw. Hard- Core Pflichtprogramm, welches nicht enttäuschte. Erneut eine Thüringer Metalcore Combo enterte im Anschluss die Tentstage – NARZISS. Mit ihren deutschen Texten heben sie sich angenehm vom restlichen Metalcore- Pool ab und das wussten auch die Fans zu würdigen.
Von EMIL BULLS konnten wir uns noch einige Songs anhören, bevor es dann zum ersten Mal am Samstag vor die Hauptbühne ging. Hier konnten ALL SHALL PERISH mit ihrem Metalcore genauso überzeugen, wie ihre kalifornischen Landsmänner von SUICIDAL TENDENCIES mit ihrem Crossover. Ebenfalls Crossover der alten Schule gab es inzwischen auf der andern Bühne zu hören. MUCKY PUP kreuzten wie eh und je zwischen Harcore, Punk, Mosh und einer gehörigen Portion Humor.
SEPULTURA musste sich mit einer deutlich früheren Spielzeit als noch am Tag zuvor Soulfly begnügen, liessen es deshalb aber auch nicht viel weniger mächtig krachen als noch ihre Kollegen am Vortag. Mit BRING ME THE HORIZON stand die wohl jüngste Band des Full Force 09 auf der Bühne, was dem Sound der fünf Engländern aber in keinster Weise anzuhören war. Erneut eine Deathcore-Walze vom feinsten rollte über das Hardbowl, bevor WALLS OF JERICHO mit ihrer Frontfrau Candace den krönenden Abschluss für diesen Teil des Festivalsamstags bildeten. Aber nicht zu früh gefreut, auf der Hauptbühne sollte immerhin noch mein Highlight des 16. Full Force spielen.
Vorher lieferten AMON AMARTH noch eine souveräne Show ab, bis sich HATEBREED ihren Weg aus den Boxen freistampften. Nicht umsonst waren sie die Wunschband der Full Force Besucher im Internetvoting. Für mich die beste Band des Festivals, nicht zuletzt weil hier auf überflüssige Soli verzichtet wird und einem einfach eine Wand aus Wut und Energie entgegenkommt.
THE CARBURETORS, RENO DIVORCE, SMOKE BLOW und DAD beschlossen den Samstag endgültig mit dem Saturday Night Fever.

„Kaputtschlaahn – Alles Kaputtschlaahn“ – entwickelte sich spätestens nach dem Auftritt von ELSTERGLANZ am Sonntagmittag zum Schlachtruf des Festivals. Mit ihrer Pyroshow aus Gasherden brannten sie sich sicherlich in die Erinnerung so manches Full Force Besuchers ein und natürlich wurde auch standesgemäß mit einer Schwalbe vorgefahren.
Aber Schluss mit lustig… im Hardbowl gab’s mitAUGUST BURNS RED, THE SORROW und ARCHITECTS ein dreifaches Metalcore- Package um die Ohren, was einem wieder klar werden ließ, das man sich auf dem heftigsten Festival Deutschlands befindet.
PARKWAY DRIVE aus Down-Under holten auf der Hauptbühne ein weiteres mal die Metalcore Keule hervor und schwangen diese mächtig gewaltig, bevor mit IGNITE die letzte Band des Festivals die Bühne betrat, über die ich hier etwas berichten kann.
Nachdem ich mich zu einem weiteren Ausflug auf den Zeltplatz und somit auch in die Welt des Alkohols überreden ließ, ginge die Lichter bei mir an diesem Tag doch recht zeitig aus, so das ich nur noch erwähnt kann, das MOTÖRHEAD und SOCIAL DISTORTION auf der Mainstage und CRO MAGS und TERROR auf der Tentstage sicherlich würdige Headliner waren. END OF GREEN und MY DYING BRIDE spielten noch zum Last Supper auf, bevor nach ANATHEMA endgültig der Vorhang, auch für alle anderen With Full Force Besucher, fiel.

Leider gab es dieses Jahr einen Todesfall auf dem Festival. Eine 23-Jährige verstarb in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, nach letzten Informationen an einer Kohlenmonoxidvergiftung. Wie es dazu kommen konnte ist noch nicht bekannt. Unser aufrichtiges Beileid an die Familie, Freunde und Bekannten der Toden.