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With Full Force 2007
19. September 2007
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With Full Force 2009
19. September 2009
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Irgendjemand musste unsere Stoßgebete erhört haben, denn als wir am Freitag Morgen erwachten, hatten sich die Wetterverhältnisse erheblich gebessert und nachdem wir das restliche Regenwasser von unseren Vorzelten und aus unseren Schuhen beseitigt hatten stand einem grandiosen Festival nichts mehr im Wege.
Nach einem ausgiebigen „Frühstück“ machten wir uns auf den Weg zur Hauptbühne, auf der Misery Speaks die Ehre hatten die Jubiläumsausgabe des WFF zu eröffnen. Nachdem die Münsteraner mit ihren Death-Metal-Core einen gelungenen Auftakt des Festivals auf die Bretter legten, ging es im bereits prall gefülltem Zelt mit heftigsten Jazz-Grindcore von War From A Harlots Mouth weiter. Danach folgten Drone auf der Hauptbühne und Radio Dead Ones im Zelt. Die Shows der Japanischen Kampfhörspiele und The Accidents fielen leider den Auftritten der schwedischen Kult-Deathmetallern Meshuggah und von Caliban zum Opfer. wff08016 Nach einer kurzen Mittagspause fanden wir uns gegen 19 Uhr wieder vor der Hauptbühne ein, auf der sich als nächstes das Death-Metal Urgestein Morbid Angel die Ehre gab. Neben einigen neueren Songs spielten die alten Herren aus Florida glücklicherweise auch viele ihrer älteren Hits von „Altars Of Madness“ und „Blessed Are The Sick“. Nebenan im Hardbowl-Zelt heizten Born From Pain bereits den HardCore-Pit mächtig vor, so dass sich dieser nach der Show der Holländer zunächst Richtung Mainstage bewegen musste, um die HC-Legende Agnostic Front zu feiern und anschließend wieder direkt ins Zelt zu pilgern, wo eine weitere New Yorker Hardcore-Institution dafür sorgte, dass kein Nackenmuskel zur Ruhe kam – Madball. Auf der Hauptbühne sorgten zeitgleich Bullet For My Valentine und danach Machine Head für einen würdigen Abschluss des ersten Tages, sodass die Knüppelnacht eröffnet werden konnte. Nachdem Rotting Christ, wff08067Brutal Truth und Mayhem würdige Knüppelnacht-Vertreter waren, bildeten Krisiun, die mit einem perfekten Sound aufwarteten, noch ein Highlight der Freitag Nacht, doch dann forderte ein langer erster Tag seinen Tribut und wir zogen uns mit dem Sound der Dunkelösis Belphegor im Ohr in unser Nachtlager zurück.Â

Den Samstagmorgen ließen wir relativ ruhig angehen, schließlich war ja Wochenende. Mit der Gewissheit, das A.O.K., Fall Of Serenity und Tech 9 bereits die Bühnen wieder verlassen hatten, machten wir uns auf den Weg, um rechtzeitig zu den Shows von Illdisposed und The Destiny Program aufzuschlagen. Nach Job For A Cowboy ging es auf der Hauptbühne mit den „alten Schweden“ Entombed weiter, und nach einem kurzen Bummel über die „Shoppingmeile“ und den Zeltplatz fanden wir uns dort auch rechtzeitig zu Heaven Shall Burn wieder ein. wff08106Die fünf Thüringer machten unserer Heimat alle Ehre und legten eine gewohnt souveräne Show mit erstaunlich gutem Sound auf die Bretter und konnten die Menge zum größten Circle-Pit des Festivals um den in diesem Jahr zum ersten Mal aufgebauten Wellenbrecher animieren. Discipline und Rykers waren die beiden Headliner des Hardbowl-Zeltes, während sich Six Feet Under in die Mägen der Mainstagebesucher gruben. Während Ministry mit Sicherheit ihr Bestes gaben gönnten wir unseren wff08107Ohren eine kleine Pause, bevor sie von In Flames ordentlich durchgeblasen werden sollten, und die Göteborger enttäuschten unsere Erwartungen nicht und boten sowohl akustisch als auch visuell den Höhepunkt des gesamten Festivals. Den Rest der Nacht verbrachten wir dann damit, stark zu trinken, wild zu feiern und dem ersten Mambo-Kurt Auftritt des Wochenendes im Backstage-Zelt beizuwohnen, was zur Folge hatte, dass wir „Saturday Night Fever“ zu dreiviertel verpassten. Lediglich als Hardcore Superstar den Samstag beendeten schlurften wir noch einmal vor die Zeltbühne.Â
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wff08115Direkt nach dem Aufstehen ging es am Sonntag mit Mambo Kurt „die zweite“ weiter. Mambo schien die Nacht ruhiger verbracht zu haben als wir, er wirkte erstaunlich frisch, allerdings hatte der Auftritt am Abend zuvor im kleineren Rahmen wesentlich mehr Flair als die Show auf der großen Bühne. Auch Enemy Of The Sun konnten nicht zu 100 % überzeugen was zur Folge hatte, dass wir uns recht schnell ins Zelt flüchteten um She Male Trouble zu lauschen. Volbeat rockten in diesem Jahr bereits das dritte Mal in Folge das Full Force und konnten erneut vollstens überzeugen. Bei Exploited wurde es vor der Bühne erstaunlicherweise recht ruhig. Auch wir zogen es in anbetracht der Tatsache, dass als nächstes die Blödel-Franken J.B.O. die Bühne entern sollten, vor, eine Runde über den Zeltplatz zu ziehen. Rechtzeitig zu Life Of Agony meldeten wir uns jedoch wieder zurück zum Dienst und sollten von den New Yorkern wieder einmal nicht enttäuscht werden. wff08150Anschließend ging es im Zelt wieder etwas heftiger zur Sache als die Bostoner Hardcore-Legende Slapshot ihre Reunion feierten. Allgemein schien das 15. WFF ein Festival der Reunionen zu werden, denn bevor die wiedervereinigten Cavalera-Brüder auf die Bühne durften, feierten Biohazard in Originalbesetzung ihr 20 jähriges Bandbestehen und hatten für ihre Fans jede Menge alter Hits im Gepäck. Den krönenden Abschluss des Festivals bildeten jedoch Cavalera Conspiracy. Die Formation um Max und Igor brachten den Pit noch einmal ordentlich zum kochen. Wie erwartet boten sie ihren Fans nicht nur die Songs ihrer aktuellen CD „Inflikted“ sondern auch jede Menge Gassenhauer aus gemeinsamen Sepultura-Tagen. Das für Nachfolge im Hause Cavalera bereits bestens gesorgt ist, bewiesen die Gastauftritte der beiden Söhne von Max und Igor.  Während anschließend im Zelt noch einmal mit Primordial, Moonspell, Ensiferum und Subway To Sally zu „The Last Supper“ gebeten wurde, zogen wir es vor, noch einmal auf ein gelungenes Festival anzustoßen und feierten noch bis spät in die Nacht… und JA, wir sehen uns nächstes Jahr wieder… zum 16. With Full Force…