Party San fronter
Party San 2004
21. August 2004
Party San fronter
Party San 2006
17. August 2006
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RECAPTURE: das heißt Wirbelmähne Michelle am Mikro und ne volle Ladung alter Deathmetalschule auf die Mütze, damit die Meute erwacht. Gefolgt von SECRETS OF THE MOON welche trotz des eher dürftigen Sounds ihrer hasserfüllten Leidenschaft freien Lauf ließen. Wie Besessene trümmerten sie ihre Ohrwürmer von der Bühne.
DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT mussten nur noch Kohlen nachlegen, denn mittlerweile kochte das Partytent. Diese Höllenschürmeister um ihre Demonische Frontfrau kennen sich da bestens aus, deutscher Blackmetal wie aus dem Lehrbuch. Menschenfeindlich, hasserfüllt und bitterkalt; ohne Sperenzchen legten sie mit der großen Kelle alles in Schutt und Asche. Als Schlusslicht des Abends bezogen nun OBSCENETY Stellung. Auf dem Speisezettel stand Hartwurstsuppe und lecker Bier. Jetzt gab’s noch mal richtig Hackepeterdeathmetalterror bis der Arsch platzt. …Später auch fast meine Birne :-) Hatte ich mir vorher doch ne ordentliche Kesselspülung verpasst.
Demzufolge gingen mir freitags CIRITH GORGOR (was ich sehr bedaure) durch die Lappen. Wie auch die deutschen Deathmetal – Heroes von SOUL DEMISE. Dem schlossen sich zu allem Übel noch NECROPHAGIST und die Niederländer OCCULT an. Jedoch bei IMPIOUS den Jungs aus Schweden tobte schon wieder ordentlich der Mob. Kein Wunder, da geht’s ja auch vorwärts. Fette Riffs mit viel Abwechslung, dazu ein druckvolles Schlagzeug und netter Sound, da macht die Party schon wieder richtig Spaß.
Die nächste Band stand in den Startlöchern: SEAR BLISS; die ungarischen Jungs tanzten mit ihrem melodischen Blackmetal etwas aus der Reihe. Hier werden nämlich noch richtige Hörner und Posaunen zum finsteren Höllentrip geblasen. Und tatsächlich lief es einem eiskalt den Buckel runter, beim Vortrag ihrer düsteren Kompositionen.
„Satan Devine“ schallte es aus den Boxen und LORD BELIAL zogen mich in ihren Bann. Alter Schwede; die Jungs hatten einen todbringenden Sound, voll auf die Zwölf. Die Klampfen fraßen sich wie Kreissägen durch Mark und Bein. Dazu verlas der Sänger mit dämonischer Stimme die letzten Worte, bevor LORD BELIAL jeden einzelnen ins Siedefeuer stießen.
Tja, und finster war’s und ging’s auch weiter mit einer munteren Kapelle aus Brasil. OleOle; nein nix mit Samba oder so; Deathmetal mitten in die Fresse rein. KRISIUN das finstere Dreigestirn aus Südamerika schossen sich mit präzisen Stakattoattacken in die Hirne der Massen.
Und abermals röhrte der Elch, und NECROPHBIC aus Schweden begannen ihre Hymnen gepaart aus treibenden Riffs und beschwörendem Gesang in den Abendhimmel zu schleudern. Nun war es auch für die hinteren Ränge endlich an der Zeit den Haarersatz zu verfilzen.
SUFFECATION, old school at its best… einfach nur das absolute Brett. Wahnsinns Solos, Stimmbandamputation, fetter Sound und wenn ich fett sage dann mein ich das auch.
Dem konnten auch wenn sie hoch gehandelt werden AMON AMARTH für meine Begriffe wenig entgegensetzten. Trotzdem gab’s hier die volle Bedienung Vikingersoundtrack.
Danach noch nen halben Hahn und ein- zwei Hörner Met, damits auch heute wieder dreht.
Auf Auf ihr Hasen, hört ihr nicht die Jäger blasen?
FINAL BREATH holten am Samstag auch die letzten Schlafmützen aus den Säcken. Thrashmetal aus deutschen Landen, befreite die Ohren vom Schmalz.
DISPARAGED aus der Schwitz schossen gleich am Nachmittag den Vogel ab. Ich habe nur so über ihren Drummer gestaunt, das muss man gesehen haben. Geiles Schlagzeugspiel und schnell uiuiui, aber wo nimmt er da nur die Zeit für die Faxen mit den Stöcken her? Respekt!!!
Die Jungs von OMNIUM GETHERUM hatten es hinterher sichtlich schwer mit ihrem Thrash-Death Anschluss zu finden.
Nun stiegen die Mannen von ENTHRONED auf das Bretterpodest und schleuderten wie eine Dampfmaschine ihren Donnerknall in die Massen. Blackmetal aus Belgien.
Dieses Jahr haben es GRAVEWORM nach Bad Berka geschafft und wurden auch gebührend vom Publikum empfangen und gefeiert. Was soll ich noch sagen; fetter symphonischer Death – Blackmetal, mit wunderbaren Melodien. Die Tiroler ließen es mal wieder richtig krachen.
Etwas oldschooliger hielten es MOONSORROW. Hier wird Atmosphäre ganz groß geschrieben. Eine wunderbare Abrundung für diesen Tag.
1349, die Pest kommt. Frost ohne Worte, einfach genial. Luzifer leibhaftig in seinem schwarzen Kittel lenkte das nun folgende Programm. Grimmiger norwegischer Black Metal erster Güte dröhnte übers Schlachtfeld. Schade dass die Schlacht nur zwanzig Minuten andauerte.
Danach; hart aber herzlich; NAPALM DEATH. Die Briten zündeten eine Brandbombe nach der anderen. Somit war der Weg für die Schwedendeather ENTOMBED geebnet. Sie lieferten ein absolut brillantes Set, jedoch weine ich immer noch den alten Tagen hinterher.
Das der Kannibalismus an diesem Wochenende in Bad Berka Einzug gehalten hatte, konnte man an den unzähligen Gebeinen unschuldiger, im Mist kratzender (oder auch nicht), sinnlos dahin gemetzelter Hühner erkennen, welche im Eingangsbereich des Festackers wie gesät lagen. (soviel zur Überleitung zu CANNIBAL CORPSE :-))
Schade war das keine alten Songs zum Besten gegeben werden durften und so auf die alten Genickbrecher verzichtet werden musste. Ansonsten ließ die Spieldauer der Herren arg zu wünschen übrig. Aber was man zu hören bekam war trotzdem lecker.
Die EXCREMATORY GRINDFUCKERS spielten dann im Festzelt zum Tanz auf, man hab ich mich beeimert über die.
Grosse Bewunderung unsererseits löste eine junge (hübsche) Maid aus, die in nächster nähe zu uns ihre frisch rasierte „Schnumpel“ auspackte und uns ungeniert geradezu vor die Füße pisste. Und das nicht nur einmal, nein sie kam insgesamt gleich drei oder vier Mal an den Start. Sehr fein. Hiermit hatte auch dieser Abend seinen Krönenden Abschluss gefunden.